Abmahnungen & Bußgelder in der EU

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Was sind DSGVO-Verstöße?

Seit Mai 2018 und der Neuformulierung der DSGVO sind die Risiken für einen Verstoß gegen gültiges Recht deutlich gestiegen. Hierzu gehören die unzulässige Erhebung von personenbezogenen Daten gegen Willen oder Wissen der Person, die Nutzung der Daten zu Werbezwecken trotz Widerruf sowie eine Verletzung der Informationspflicht, wenn Kenntnis über eine unrechtmäßige Datenerhebung vorherrscht. Wenn Sie Ihrer Auskunfts- und Meldepflicht gegenüber den Behörden im Falle eines Datenlecks oder einer unrechtmäßigen Datennutzung nicht nachkommen, stellt dies ebenfalls einen Verstoß gegen die DSGVO dar. Ebenfalls zu beachten ist die sach- und zeitgemäße Datenspeicherung von Daten Ihrer Kunden und Mitarbeiter. Vergessen Sie die Löschung erhobener Daten nach Nutzung für Ihren Bestimmungszweck, liegt ein weiterer Verstoß vor. Gerade das Thema digitaler Datenschutz ist extrem komplex geworden. Trotzdem schützt Unwissenheit vor Strafe nicht: Ein Verstoß gegen die DSGVO kann gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) mit bis zu 300.000 Euro pro Einzelfall geahndet werden.

Wer kann Bußgelder verhängen?

Gemäß Artikel 55 der DSGVO verhängt die Aufsichtsbehörde des jeweiligen EU-Staates das Bußgeld oder nimmt eine Abmahnung vor. Für deutsche Unternehmen hat entsprechend die deutsche Aufsichtsbehörde das Hoheitsrecht. Im Falle eines Verstoßes gegen den Datenschutz mit internationalem Ausmaß steht hierüber gemäß Artikel 56 und 60 die federführende Behörde auf europäischer Ebene. Sämtliche Behörden können proaktiv gegen Ihr Unternehmen tätig werden, selbst wenn kein konkreter Verdacht auf eine Verletzung der DSGVO vorliegt. Oft liegt einleitend eine Beschwerde eines Kunden oder ehemaligen Mitarbeiters vor, der eine Überprüfung Ihres Betriebs folgt. Hierbei haben Sie sämtlichen Melde- und Informationspflichten des Gesetzgebers nachzukommen, ansonsten liegt bereits ein Grund für das Verhängen eines Bußgeldes vor. Viele kleine und mittelständische Unternehmen wissen nicht einmal, worin diese Pflichten genau bestehen und wie Sie im Arbeitsalltag umzusetzen sind. Hier ist das Vertrauen auf einen externen Datenschutzbeauftragten der essenzielle Schritt, um umfassende Sicherheit zu gewinnen.

Unser Service: Bußgeld-Rechner

Abmahnungen und Bußgelder sind nicht nur ärgerlich, sie können sogar zu einer existentielle Bedrohung Ihres Unternehmens werden. Ihnen wird ein Verstoß gegen die DSGVO vorgeworfen und Sie möchten wissen, welches Bußgeld auf Sie zukommt? Oder möchten Sie sich grundsätzlich über die Kosten eines potenzielles Verstoßes informieren. Auf unserer Webseite www.dsgvo-advice.de haben wir anhand der Vorgaben der Datenschutzkonferenz einen Bußgeldrechner erstellt. Damit können Sie keine verbindlichen Bußgelder ausrechnen, die konkreten Berechnungen sind viel komplexer. Der Rechner liefert aber eine erste Einschätzung für die mögliche Höhe von DSGVO-Bußgeldern. Anhand weniger Eingaben zeigt Ihnen der Rechner das zu erwartende Bußgeld auf. Über einen Regler stellen Sie die Schwere der Tat ein, um hiernach Minimum, Maximum und Durchschnittswert des Bußgeldes zu erfahren. Mit den genannten Höhen der Bußgelder werden auch Sie kein Risiko eingehen wollen. Vertrauen Sie rund um das Thema DSGVO auf einen externen Datenschutzpartner. Mit unserer speziellen Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden speziell für Datenschutzbeauftragte bieten wir Ihnen eine zusätzliche Absicherung, selbst wenn trotz professioneller Beratung und Betreuung ein vermeintlicher Verstoß aufgedeckt und ein Bußgeld erteilt wird. Die hier angeführten Beispiele verdeutlichen letztlich eins – Datenschutz ist verpflichtend und darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden.